Samstag, 2. Juni 2007

Pfingsten - Potsdamer zu Besuch in Magdeburg

Wie seid langem geplant, kamen meine Ellis übers Pfingstwochenende zu Besuch. Als Quartier war Christians Domizil vorgesehen, und daher war er die letzten Tage vollauf damit beschäftigt dieses auf Hochglanz zu bringen und stieß so mach armen Teufel vor dem Kopf; - er müsse aufräumen und könne nicht mit weggehen. Kann man mal sehen welch hohen Stellenwert meine Eltern haben! Aber pünktlich auf den Ping konnte man am Samstag vom Fußboden essen; wenn man wirklich, wirklich gewollt hätte. Geplant war eine schöne Radtour durch die Magdeburger „Heide“ und darum hatten sie natürlich auch ihre Drahtesel im Gepäck.

Samstag der 26
Nachdem das Quartier eingerichtet war, rief mich Christian an und es ging los
ins Kaufland zum Blitzeinkauf. Als wir dort ankamen war entgegen der schlechten Wettervorhersagen heiter Sonnenschein und ich beschloss auf dem Rückweg doch noch eine kurze Hose bei mir abzuholen. Als wir Kaufland verließen türmten sich unheilvolle Gewitterwolkenberge über uns auf und ich verwarf den Gedanken an die kurze Hose und ließ mich nur noch schnell bei mir rauswerfen um mir mein Radel zu schnappen und bei NP die letzten Besorgungen zu machen. Mit dem Plan noch trocken bei Christian anzukommen trat ich ordentlich in die Pedale, bis mir dann einfiel, ob wir denn auch genügend Käse für das geplante Raclette haben und holte mir diese Information tout de suite per Handy. Daraufhin sprang ich noch schnell zu Netto ins Alle Center rein und besorgte noch welchen. Die Wolken wurden derweil schwärzer und schwärzer und die ersten Tropfen fielen und entwickelten sich zu einem Nieseln. Aber da war schon die rettende Haustür in Sicht und siehe da just in diesem Moment trudelten auch meine Eltern ein. Perfektes Timing würde ich sagen, da die etwas komplexere Autounterbringung (Parkplatzsuche) damit erheblich vereinfacht wurde und wir glücklicherweise grade so mit dem ersten Regenguss ins Trockene kamen.

Dann gab es leckeren selbst gebackenen Rhabarberkuchen von meiner Mutti, der zwar etwas instabil, aber dafür umso leckerer war, und Kaffee und Tee. Nachdem für das leiblich Wohl gesorgt und die Wolkendecke wieder aufgerissen war, gingen wir zum Spectaculum in die Festung Mark und ließen uns ins Mittelalter mit Met und Knoblauchbrot entführen. Leider war unsere Ausdauer nicht mittelalterlich und darum verließen wir das Spektakel mit Rittern, Hofnarren, Dudlern, dicken Stadthaltern, König und Königin und nicht zu vergessen dem handbetrieben „Riesenrad“ aus Holz und den vielen kleinen Buden, noch bevor die Feuerspielchen mit Mittelaltermusik begannen. War aber auch so sehr schön, nur so langsam dann auch etwas frisch. Nachdem ich noch schnell den Hasen bei mir versorgt hatte ging es dann zu Fuß zurück zu Christian. Und dann dauerte es nicht mehr lang bis wir alle müde und erschöpft ins Bett (ergo Couch) fielen.


Sonntag der 27
Der Sonntag Morgen begann mit einem schönen Frühstück mit leckeren Obsttellern. Die sonntäglichen Frühstückseier ihrerseits hatten sich leider irgendwo versteckt. Dann wurden Vorkehrungen getroffen, d.h. ich füllte meinen Rucksack mit Regenjacken und wärmenden Jacken, einer ersten Hilfebox, zwei Wasserflaschen (sprudelig und still), Duplos und Äpfeln. Dermaßen vorbereitet konnte die Radtour nun losgehen. Mit Muttis Radschlange befestigte ich den Rucksack auf meinem Gepäckträger und es ging hoch motiviert bei gemischter Wetterlage los. Nach ein paar 100 Metern stellte sich dann heraus, dass Christian zwar das Ziel wusste aber nicht den Weg per Rad. Und ich dachte zu Hause noch: „… ach such jetzt nicht die MD-Karte, Christian weiß ja den Weg“. Tja verkehrt gedacht. Aber da ich den Weg zum Schiffshebewerk kannte, wusste ich zumindest den Anfang und der Rest erschloss sich glücklicherweise durch Wegweiser und ich erinnerte mich dann auch an den Weg, da ich selbigen schon Herrentag 2005 mit Martin, Chrissi und Christina gefahren war. Wir sind jedenfalls unbeschadet und trocken, wenn auch in verschieden Grüppchen (die Männlein distanzierten sich von den Damen nach vorne), am Ziel Wasserstraßenkreuz, Elbe-Havel-Kanal (nähe Hohenwarthe) angekommen (siehe Foto unten). Dort machten wir dann Halt in der Waltschänke.


(Die Fahrtstrecke ist hier bei Google map durch mich nachvollziehbar rekonstruiert worden.)

Bis dahin war das Wetter gut durchmischt von Sonnig bis bedeckt, aber so langsam zeigten sich die angesagten Gewitterwolken und wir machten uns auf den Heimweg. Kurz nach unserem Aufbruch waren auch schon wieder die Männer aus unserem Sichtfeld verschwunden und wir Mädels radelten gemütlich heimwärts. Das Wetter wurde wieder besser, sogar richtig sonnig, so dass wir durch eine herabgefallene Kette eine kleine Zwangspause machten und dann auch noch ein wenig das Wetter genossen, etwas tranken und einen Apfel aßen (will ja nicht wirklich alles umsonst mitgeschleppt haben). Leider stellte ich an dieser Stelle fest, dass die Akkus von Christians Digitalkamera keinen Saft mehr hatten (Ja, ich habe mir immer noch keine gekauft!). Außerdem fragten wir uns was unsere Männer wohl trieben so ohne Hausschlüssel (ich hatte ja beide im Rucksack) und ohne Fahrradschloss und anscheinend sorglos demgegenüber was ihren Frauens wohl so passiert sein könnte. Da sie aber an ihrer Lage selbst schuld waren fuhren wir ganz gemütlich schwatzend vor uns hin da keine dunklen Wolken mehr am Himmel zu sehen waren, die uns hätten treiben können. Dann krachte ich noch mit einer Skaterin zusammen, die aber aufgefangen wurde und ich stand ja quasi schon. Also alles gut gegangen. Und nach einem Zwischenstopp bei mir um den Hasen zu versorgen trudelten wir bei Christian ein, wo unsere Männekins sehnsüchtig auf uns warteten.
Dann wurde der Rhabarberkuchen bis auf ein Stück vernichtet. Das war dann für Montag vorgesehen.
Daraufhin machten wir uns an die Raclette-Vorbereitungen, d.h. Kräuterbutter machen und schnippeln und putzen was das Zeug hält. Ich habe mich bei den Möhren mal wieder blöd angestellt und eine schöne Blase am Zeigefinger geholt *AUA*. Als dann alles soweit vorbereitet war (vielen Dank an die elterliche Hilfe!!!), ging es los mit der Schlemmerei. Und das Beste überhaupt war; es gab dazu Sangria von DonSimon, was natürlich Urlaubserinnerung wachrief. Für alle nicht- Insider (also fast allen), dies war UNSER (Mutti und mein) Getränk unseres ersten Lanzarote-Urlaubes. Und der ist lecker sag ich euch! Und mein Prima Vater hat ihn hier in Berlin (glaub ich) entdeckt *THUMPS_UP*. Dann haben wir die erste Runde des Pharaonenspiels von Christian gespielt und ich bin zum Glück nicht die einzige, der das nicht so Spaß macht.

Montag der 28
Nach einem leckeren Frühstück MIT Frühstückseiern (leider mangelte es nun an Eierbechern, aber wir sind ja erfinderisch) machten sich meine Eltern wieder auf den Heimweg. Unsereiner spannte noch ein wenig aus bzw. versuchte ich die übrig gebliebenen Essensreste in Form eines riesigen Nudelauflaufes zu verwerten (war eigentlich für Samstag nach der Festung Mark gedacht und war dementsprechend viel). Leider hatte ich nach dem ganzen gekoche keinen großen Hunger mehr so das der Auflauf für Christian blieb und ich nahm mir am nächsten Tag das restliche Fleisch und die Pilze vom Raclette mit. Den Abend verbrachten wir gemütlich vor dem Fernseher…

Samstag, 26. Mai 2007

Kerstin Aktuell

aktuelle Kurzinformationen:

  1. Der Rossmann um die Ecke ist nun endgültig platt und wenn man nicht wüste, dass dort einmal einer war...
  2. neuer Telefonanschluß bescherte Internetdürre in der WG in der Gustav-Adolf-Straße
  3. Da Alexandra fleißig in Schweden einen Vortrag hält, habe ich einen neuen "Untermieter" für diese Woche. Wolke ein ganz lieber kleiner Rabauke von Zwergkaninchen (Löwe). Aber am WE oder Anfang nächste Woche kommt der Stinker wieder zurück.
  4. Pfingsten steht vor der Tür und damit auch das Spektakulum in der Festung Mark, dessen gedudelten und getrommelten Klänge momentan zu meinem Fenster hinauf dringen. Noch tanze ich freudig dazu aber wie sieht das nach einer Woche dauerbedudelt werden aus?! Es liegt der Geschmack von Gewitter in der Luft und dieser Wetterumschwung beschert willkommene Abkühlung.
    "Es regnet es regnet die Erde wird nass!" Aber ein ordentlicher Dudler lässt sich von nichts beeindrucken. Dafür ist grade der Fernseher ausgefallen. Arme Julia...

Freitag, 18. Mai 2007

Himmelfahrt, Herren/Vatertag

Ich habe es geschafft!

Ich habe doch noch ein kleines Trüppchen zusammen bekommen, das sich mit mir einfach querbeet der Nase nach auf dem Sattel der Welt, auf durch die Magdeburger „Heide“ machte. Meine Mitstreiter waren Manuela K, Roland P und Christian B. Nach langem hin und her "planen" trafen wir uns dreiviertel zehn bei mir, wo sich Christian erst einmal selbst anschloss (leider war keine Kamera parat). Nach dem Befreiungskampf machten wir uns hoch motiviert und voller guter Hoffnung auf einen wohl gesonnenen Wettergott (Roland war mit Sonnenbrille und Creme ausgestattet) auf den Weg.



Die Fahrstrecke mit allen Informationen ist bei den Fotoalben verlinkt, oder klicke einfach hier. Die Fotos mit Bildunterschriften findet ihr ebenfalls im Himmelsfahrt-Fotoalbum. An der Stelle ein riesiges Dankeschön an meine Mitbewohnerin Julia, die mir ihre Digitalkamera ausgeliehen hatte!
Außerdem habe ich ein anschließendes Grillen am Wohnheim organisiert, bei dem sich der Reis und die Karin dazugesellten. Neugi war leider Krankheitsbedingt ausgefallen und machte lieber zu Hause Pyjamaparty mit seinen Bazillen. Wir haben erneut den Grill, den uns mein Mitbewohner zur Verfügung stellte, getestet; diesmal aber mit Holzkohle von Reis und meinen Grillanzündern von anno Domino (vor 10 Jahren oder so auf Fehmarn gekauft). Und was soll ich sagen? Voller Erfolg! Es lief weit aus besser als bei unserem WG-Grillen an der Elbe; auch wenn schon die ersten Schrauben fehlten... Als es zu frisch wurde hat sich Manu auf zu ihrer ersehnten Badewanne gemacht und der Rest (Reis, Karin, Roland und ich) zog hoch zu Karin um noch eine Runde Risiko zu spielen. Kurz vorm großen Untergang konnte ich mich doch noch mit meinen letzten zwei Figürchen erfolgreich wehren, und somit „endete“ das Spiel Unentschieden.
Fotos zum Grill- und Spieleabend sind natürlich auch im Fotoalbum zu finden.

Dienstag, 15. Mai 2007

Krankenbericht

Hier kommen die neusten Informationen über meinen Fuß (für die Hintergrundinfos siehe hier (ganz am Ende))! Da ich nun endlich einen Durchgangsarzt (sogar ganz in der Nähe) gefunden habe, der mich auch behandelt, habe ich nun auch eine überraschende Diagnose: Ich habe Platt- Spreizfüße. Und die sind laut Arzt schuld, dass mein Fuß nicht heilen will, bzw. nur sehr langsam. Na wenn das nicht tolle News sind! Aber ich habe meinen Fuß einmal mehr röntgen lassen, wobei diesmal weniger Rücksicht auf Schmerz erzeugende Verdrehungen genommen wurde und anhand der Knochenstellung konnte der Arzt dann feststellen, dass mit den Bändern alles in Ordnung ist. Und seine Verordnung: Wenn es nicht wiedererwartend in sechs Wochen wieder genesen ist, soll ich einen Orthopäden aufsuchen...
Na dann, bis in sechs Wochen!